Bestellen Sie nachhaltig antipsychiatrisch! 

Argeo Bämayr
Das Mobbingsyndrom – Diagnostik, Therapie und Begutachtung im Kontext zur in Deutschland ubiquitär praktizierten psychischen Gewalt

CoverGebunden, 282 Seiten, 9 Tabellen, ISBN 978-3-89966-514-7. Bochum: Europäischer Universitätsverlag / Bochumer Universitätsverlag 2012. € 29.– / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorb  [oder Bestellung mit Formular – Best.Nr. 958]
Über den Autor | Pressestimme |     home
Über die Formen von Mobbing, ihre gesundheitlichen und sozialen Folgen, die Notwendigkeit der Diagnostik eines Mobbingsyndroms, die Verschärfung von Mobbingfolgen durch die Fangstricke von hKrankenkassen, Krankengeldfallmanagern, Jobcentern und Arbeitsgerichten, die Notwendigkeit spezieller psychotherapeutischer parteilicher Verfahren und Möglichkeiten, sich gegen die strukturelle Gewalt von Krankenkassen zur Wehr zu setzen. Originalausgabe

Original-Verlagsinfo

Das Mobbingsyndrom ist die griffige Diagnose für die gesundheitlichen Folgen der psychischen Gewalt in Form von Mobbing.

Die Einleitung des Mobbingsyndroms in 4 Phasen beendet das Chaos in der Diagnostik und erlaubt dadurch ein vereinheitlichtes Vorgehen für Therapeuten, Gutachter und die Justiz.

Dabei werden Mobbing-Opfer, Therapeuten, Laienhelfer, Gutachter und Juristen gleichermaßen über die vielfältigen verwaltungstechnischen, intra- und interpsychischen Fallstricke aufgeklärt, die häufig das Mobbing-Opfer zusätzlich gefährden oder eine Genesung des Mobbing-Opfers erschweren.

Alle Beteiligten können daraus lernen, Komplikationen zu minimieren, die so lange drohen, bis die psychische Gewalt, oft in Verbindung mit einer strukturellen Gewalt, als Krankheitsursache begriffen wird.

Letztendlich soll diese Analyse der Mobbingproblematik aus gesellschaftlicher, medizinischer und juristischer Sicht dem Gesetzgeber die gesundheitlichen Folgen der ubiquitären Zulässigkeit der psychischen Gewalt verdeutlichen, verbunden mit der Aufforderung, die psychische Gewalt genau so zu sanktionieren, wie er es bereits bei der körperlichen Gewalt praktiziert.

Über den Autor

Bis 2008 niedergelassener Nervenarzt und Psychotherapeut in Coburg mit der Schwerpunktbehandlung von Mobbing-Opfern

Weitere Bücher von Bämayr im Antipsychiatrieversand: Psychische Gewalt im Berufs- und Privatleben – Ursache des Anstiegs von Arbeitsunfähigkeit und Frühberentung aufgrund psychischer Erkrankungen · Das psychiatrische Gutachten – Eine subjektive unwissenschaftliche Werteinschätzung auf dem Prüfstand der Menschenrechte

Pressestimme

Im Gegensatz zu Frankreich oder Schweden ist Mobbing in Deutschland nicht strafbar, obwohl – oder weil? – ubiquitär, das heißt überall praktiziert. Mobbing, so der Autor, »liegt vor, wenn im Rahmen einer Täter-Opfer-Konstellation innerhalb einer sozialen Gemeinschaft oder einem Abhängigkeitsverhältnis Täter mittels einer individuell praktizierten psychischen und/oder körperlichen Gewalt systematisch und willkürlich die Persönlichkeitsrechte eines Opfers so verletzen, dass das Opfer, psychosozial destabilisiert, einen zunehmenden gesundheitlichen und sozialen Schaden erleidet.« Die Opfer werden meist alleingelassen. Reagieren sie mit Krankheitssymptomen auf die ihnen widerfahrene psychische Gewalt in Form von Mobbing, gibt es weder eine Krankheitsdiagnose für diesen Symptomenkomplex noch angemessene psychotherapeutische und parteiliche Hilfen. Durch Unverständnis und Willkürakte der Obrigkeit und von Krankenkassen, die im Krankheitsfall zum Feind der Betroffenen werden, sowie Jobcentern und Arbeitsgerichte, die – ebenfalls machtorientiert und ebenfalls mit Anspruch auf absolute Deutungshoheit – meist im Sinne machtausübender Mobber agieren, wird das Leid der Gemobbten meist potenziert und chronifiziert, wenn sie nicht gar in den Suizid getrieben werden.
Gegen dieses Unrecht schreibt Argeo Bämayr an. Bis 2008 arbeitete er als niedergelassener Nervenarzt und Psychotherapeut in Coburg mit der Schwerpunktbehandlung von Mobbingopfern. Er beschreibt die psychische Gewalt in Form von Mobbing und entwickelt eine sinnvolle Diagnostik für dessen gesundheitliche Folgen, die die verschiedenen Phasen des Leidensprozesses in differenzierter Weise erfasst und dadurch ein vereinheitlichtes Vorgehen für Therapeuten, Gutachter und die Justiz erlaubt. Gleichzeitig zeigt er Fehl- und Differentialdiagnosen auf, um den Blick auf die Symptomatik zu schärfen.
Anschließend legt er die Fallstricke bloß, die Krankenkassen und ihre Krankengeldfallmanager auslegen, um Mobbingopfer um ihren Anspruch auf Krankengeld und eine angemessene Therapie zu bringen, wodurch der Mobbingprozess noch verschärft wird, bis die Betroffenen zu Hartz-IV-Empfängern, Frührentnern und (häufig) Psychiatriepatienten werden und demoralisiert aufgeben.
Als Therapie nötig, so Bämayr, sei eine – durch geltende Psychotherapierichtlinien jedoch untersagte – Kombination aus nicht-dirigistischer Verhaltenstherapie mit bedarfsweiser Einflechtung tiefenpsychologischer Verfahrenstechniken in Verbindung mit einer in der Psychotherapie unüblichen parteilichen Unterstützung. Und er beschreibt, wie sie sich zur Wehr gegen die strukturelle Gewalt von Krankenkassen setzen können und wie eine Begutachtung mobbingbedingter Krankheiten nach Einführung der Diagnose »Mobbingsyndrom« eine Vielzahl der rechtlichen Auseinandersetzungen zwischen Gemobbten und Sozialversicherungsträgern reduzieren würde.
Ein hoch empfehlenswertes, logisch aufgebautes und leicht verstehbares Buch für Betroffene, Ärzte, Therapeuten und Richter mit dem Appell, psychische Gewalt genauso wie körperliche Gewalt zu sanktionieren und den Opfern therapeutische Hilfe und juristische Unterstützung beim Widerstand gegen Mobbing bzw. Entschädigung bei erlittenere psychischer Gewalt in Form von Mobbing zukommen zu lassen. (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)