Dorothea Buck u.a.
Mit meinen herzlichen Grüßen! Ihre Dorothea Buck – Der Gartenhaus-Briefwechsel

CoverKartoniert, 205 Seiten, 13,7 x 21 cm, ISBN 978-3-940636-37-9. Neumünster: Paranus Verlag 2016. € 19.95 / Preis in sFr / sofort lieferbar oder Bestellung mit Formular
Autorin | Pressestimme | Inhalt | Liefer- & Zahlungsbedingungen inkl. Widerrufsrecht
Ein Buch in Dialogform zu den Themen: Ist die Psychose nicht doch eine "Krankheit"? – Nur Sie selbst können Ihre Entlassung herbeiführen – Kann ich eine Psychose provozieren? – Das darf Sie nicht entmutigen. Der Zustand geht vorüber – Muss Maren zeitlebens Medikamente einnehmen? – Dass sich in der Psychose ein göttlicher Wille dokumentiert, glaube ich nicht – Man muss das Glück auch wollen – Eine ganze Packung Taxilan schlucken zu wollen, geht am Problem vorbei – Was möchte man am Ende seines Lebens am liebsten getan haben? Mit 150 Briefen. Zeitdokument und Ratgeber zugleich. Herausgegeben von Hartwig Hansen und Fritz Bremer. Originalausgabe

Original-Verlagsinfo

Liebe Dorothea Buck,
Ihre Erfahrung und Ihr Leben sind eine unschätzbare und einmalige Hilfe für Betroffene und Nichtbetroffene. Sie sind dadurch eine Hoffnung für viele Menschen. Und dies ist wichtiger als alles andere.
In herzlicher Verbundenheit
Ihr Ernst Klee

Ein Buch mit 150 Briefen. Zeitdokument und Ratgeber zugleich. Die Leitfigur der Psychiatrieerfahrenen-Bewegung beantwortet Briefe, die sie in den zehn Jahren nach Erscheinen ihres wegweisenden Heilungsberichts Auf der Spur des Morgensterns erreichten liebevoll, individuell und immer wieder ermutigend. Ein Buch voller Erfahrung in Dialogform, voller Weisheit und praktischer Orientierung. Wer Dorothea Buck kennengelernt hat, sieht sie beim Lesen vor sich an der Schreibmaschine in ihrem Gartenhaus. Alle anderen können sich nun durch ihre Antworten ebenfalls faszinieren lassen.

Inhalt

Vorwort: Dialoge voller Erfahrung
Es war wie eine Offenbarung
Ich bin unsicher, inwieweit ich fragen, ansprechen oder anregen darf
Dass in der Psychose sich ein göttlicher Wille dokumentiert, glaube ich nicht
Wir müssen eben selbst die Initiative ergreifen
Dass meine Familie ganz wesentlich zum positiven Verlauf beitrug, glaube ich auch
Jeder Mensch hat das unbedingte Recht auf Verständnis und Bestätigung
Die Zwillinge Ost und West in der Psychiatrie verbinden
Die Psychoseerfahrungen bewirken eine besondere Verbundenheit
Wenn jeder dazu ein Stiefmütterchen in die Hand nimmt ...
Man muss das Glück auch wollen
Ist die Psychose nicht doch eine "Krankheit"?
Liebe Schwester Maria, Menschen wie Sie sind so wichtig für uns
Eine Brücke geht immer von zwei Standpunkten aus – auch vom Standpunkt des Anderen
Die Leere im Kopf durch die Medikamente?
Was möchte man am Ende seines Lebens am liebsten getan haben?
Nur Sie selbst können Ihre Entlassung herbeiführen
Das Lob des Fehlers
... ebenso lang wie der Atem ist, der uns trägt
Das sich Ausdrücken in Form oder Farbe und die dabei gewonnene Gewissheit der eigenen Fähigkeiten kann eine entscheidende Hilfe sein
Wir sollen Partner Gottes sein, um unsere Welt menschlicher werden zu lassen
Ich denke, dass es wichtig wäre, den oder die Leitgedanken einer Psychose in ihrem Sinn zu erkennen
Eine ganz gute Kontroll-Methode beim Stimmenhören
Das darf Sie nicht entmutigen. Der Zustand geht vorüber.
Ich habe Sie nie vergessen ...
... dass auch das normale seelische Erleben wieder mehr in den Blick gerät
Welche Einrichtung ist bereit, mich in meiner nächsten Phase ohne Neuroleptika zu betreuen?
Psychose als Reifungs- und Entwicklungschance verstehen
Eine ganze Packung Taxilan schlucken zu wollen, geht am Problem vorbei
Die Entmutigung durch Ihren Psychiater ist wirklich unglaublich
Welchen Zusammenhang sehen Sie zwischen Ihrer Kreativität und Ihrer Psychoseerfahrung?
Ich leide darunter, dass die Ärzte so "eng verbildet" sind, so "schematisch"
Muss Maren zeitlebens Medikamente einnehmen?
Wenn du nach Rom fliegst ...
Ein Beispiel für echte Selbsthilfe im Krisenfall, wie sie besser wohl gar nicht sein könnte
Die Schizophrenie kann nur aus den Erfahrungen der Betroffenen selber verständlicher werden
Sie wird in einem bewegenden Wort weiterleben
Womöglich brauchen Sie dann auch keine Manien mehr ...
Meditieren wäre sicher ein Weg, die Verunsicherung nach der Psychose zu überwinden
Lernen, was zu lernen ist
Ich habe mir meine religiösen Erfahrungen auch nicht als "krank" abwerten lassen
Die Stauung von Gefühlen und Impulsen sehen wohl fast alle Erfahrenen als die Ursache ihrer Psychosen
Ihnen muss aber klar sein, dass Sie sich nur selber helfen können
Psychose und Körper – Was verändert sich? Was hilft?
Hitler war eine Katastrophe für die Menschheitsgeschichte
Ver-rückt sein heißt auch, Verrücktes zu probieren
Karten aus meinem Garten
Eine Idee, von der ich selbst vielleicht mehr begeistert bin als Sie ...
Endlich bin ich dankbar für diese Gabe ...
Ein eigenes Forschungsprojekt
... dass du weißt, wer du bist
Der Weg der Erkenntnis und die Bescheidenheit
Das Selbstgefundene wird mehr zum eigenen Besitz
Etwas Sinnvolles zu tun, wird Dich auch Wurzeln schlagen lassen
Dein Brief macht mich richtig glücklich
Sich lösen vom Diktat der Verhältnisse
Oft hilft ja das einfache Aussprechen der Ängste und Erfahrungen
Gemeinsam kann man leichter etwas erreichen
Kann ich eine Psychose provozieren?
Wenn Sie einmal von sich selber absehen, werden Sie erleben, dass Sie gebraucht werden
Ich fühle mich durch Sie reich beschenkt
Gehen Sie bitte in den Bundestag!
Vielleicht können Sie mir ja auch bei der Entscheidung des Studiums behilflich sein
Sie könnten die Pflege von privaten Gärten übernehmen
Sie brauchen Menschen in Ihrer Nähe mit ähnlichen Erfahrungen
Auf gar keinen Fall sollten Sie Ihre Selbständigkeit aufgeben
Mehr Menschlichkeit und Verständnis als Sinn meines Lebens
... wie eine Botschaft von einem anderen Stern
Gack gack gack
Nachwort der Herausgeber

Dorothea Buck

Die Autorin

Die Bildhauerin Dorothea Buck, Jg. 1917, war, nach freier künstlerischer Tätigkeit, von 1969 bis 1982 Lehrerin für Kunst und Werken an der Fachschule für Sozialpädagogik I in Hamburg. Zwischen 1936 und 1959 erlebte sie fünf schizophrene Schübe. In ihrem ersten Schub wurde sie in den v.Bodelschwinghschen Anstalten in Bethel zwangssterilisiert. Dorothea Buck war und ist maßgeblich in der Bewegung der Psychiatrie-Erfahrenen aktiv, die sich Ende der 1980er Jahre zu formieren begann. Sie ist die Ehrenvorsitzende des 1992 auch von ihr mitgegründeten Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener. Zusammen mit Thomas Bock gründete sie 1989 das erste Psychose-Seminar in Hamburg und warb auf vielen Lesereisen im In- und Ausland für die Idee des Trialogs zwischen Betroffenen, Angehörigen und in der Psychiatrie Tätigen. Ihr bahnbrechender Erlebnisbericht "Auf der Spur des Morgensterns. Psychose als Selbstfindung" erschien – von Hans Krieger herausgegeben – erstmals 1990 unter ihrem Pseudonym Sophie Zerchin, ein Anagramm aus Schizophrenie. Viele Beiträge in Anthologien und Vorträge. Seit 1997 Trägerin des Bundesverdienstkreuzes erster Klasse.

Weitere Bücher von und mit Dorothea Buck-Zerchin im Antipsychiatrieversand:

Pressestimme

Das Buch ist eine Dokumentation von Briefwechseln: Briefe an Dorothea Buck, Gründerin und Ehrenvorsitzende des Bundesverbands Psychiatrie-Erfahrener e.V., als Reaktion unter anderem auf ihr Buch "Auf der Spur des Morgensterns" sowie auf Fernseh- oder Rundfunkauftritte. Die Herausgeber Hartwig Hansen und Fritz Bremer haben 20 Ordner mit gesammelten Briefen von Betroffenen, Angehörigen und Profis sowie Durchschlägen der Antworten durchforscht und nach Themengebieten geordnet, mit Schwerpunkt auf lebenspraktische Anliegen und eigenem Psychoseverständnis. Mit beeindruckender Klarheit, Ausführlichkeit, Integrität und Geduld geht Dorothea Buck auf eine kaum überschaubare Palette von Themen ein: Deutung von Wahninhalten, familiäre Probleme, Berufs- und Studienwahl, Faschismus, Psychopharmaka, Schlafstörungen, naturheilkundliche Mittel, Fußbäder, Vorausverfügungen, Chaostheorie, Psychoseseminare, Selbstdiskriminierung durch Übernahme psychiatrischer Diagnostik, Vorenthalten von Gesprächen in der Psychiatrie, Soteria, Veränderung der Psychiatrie etc. All ihre Briefe sind getragen von Hoffnung, Zuversicht und Ermutigung zur Selbsthilfe, sie kommentiert, erklärt, macht konkrete Ratschläge. Wenn man sich fragt, wo sie all die Kraft und Zeit hergenommen hat, so ausführlich und individuell auf all die Briefe voller existenzieller Problemen einzugehen, ergibt sich der Großteil der Antwort sicher aus ihrer Einsicht der Gabe und Berufung, andere Psychiatriebetroffene ermutigen zu können, und aus ihrem Gottvertrauen und christlichen Glauben, den sie wohltuend ohne jegliches pastorale Brimborium äußert. Und dann ist da noch die zusätzliche, Kraft gebende Wertschätzung ihrer Einsichten und Äußerungen, die in den Briefen an sie enthalten ist. (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)