Matthias Eckoldt:
Eine kurze Geschichte von Gehirn und Geist – Woher wir wissen, wie wir fühlen und denken

CoverKartoniert, 252 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, ISBN 978-3-570-55277-3. München: Pantheon Verlag 2016. € 14.99 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorboder Bestellung mit Formular
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Ausgezeichnet recherchierte und leicht verständliche Darstellung der Vorstellungen über die Funktionsweise des menschlichen Denkorgans von der Zeit der alten Griechen bis heute – unter Einbeziehung der jeweils aktuellen technischen Errungenschaften und deren Widerspiegelung in Philosophie und Medizin und unter Zurückweisung des aktuellen Anspruchs auf neuromythologische Deutungshoheit. Originalausgabe

Original-Verlagsinfo

Von der Steinzeit bis heute – eine unterhaltsame und kenntnisreiche Geschichte der Hirnforschung

In den vergangenen Jahrhunderten mussten die Wissenschaftler, die unser Gehirn erforschten, ihre Konzepte immer wieder verwerfen – was einmal glanzvoll bewiesen schien, galt bereits wenig später als widerlegt. Und auch heute nehmen die offenen Fragen eher zu als ab – können wir unser Gehirn überhaupt verstehen? Und woher wissen wir, wie wir fühlen und denken?

Der vielfach prämierte Wissenschaftsautor Matthias Eckoldt nimmt uns mit auf einen anregenden und kenntnisreichen Streifzug durch die Geschichte des Gehirns und seiner Erforschung, die von der Steinzeit bis ins heutige Internetzeitalter reicht, vom »Lebensgeist« der Griechen bis zu Spiegelneuronen und modernen Netzwerktheorien.

Über den Autor

Matthias Eckoldt, 1964 in Berlin geboren, studierte Philosophie, Germanistik und Medientheorie. Er veröffentlichte Romane, Fachbücher und Essays, zuletzt Die Intelligenz der Bienen (zusammen mit dem Neurowissenschaftler Randolf Menzel) sowie den Gesprächsband Kann das Gehirn das Gehirn verstehen? über die Hirnforschung und die Grenzen unserer Erkenntnis. Des Weiteren verfasste Eckoldt mehr als fünfhundert Radiosendungen zu kulturphilosophischen und naturwissenschaftlichen Themen. Für seine Arbeit wurde er unter anderem mit dem idw-Preis für Wissenschaftsjournalismus ausgezeichnet. Zurzeit lehrt Eckoldt als Schreibdozent an der FU Berlin.

Pressestimme

"Matthias Eckoldt, studierter Germanisten, Philosoph und Medientheoretiker, liefert mit seinem Buch eine ausgezeichnet recherchierte und leicht verständliche Darstellung der Vorstellungen über die Funktionsweise des menschlichen Denkorgans von der Zeit der alten Griechen übers Mittelalter, die Industrialisierung und bis heute. Dabei bezieht er die jeweils aktuellen technischen Errungenschaften ein und deren Widerspiegelung in Philosophie und Medizin. Ein vorbehaltlos zu empfehlendes Buch von für alle, die nachvollziehen wollen, wie sich die Vorstellungen darüber, auf welche Weise der Körper und – in neueren Zeiten – das Gehirn den Geist hervorbringt, und macht er das überhaupt? Zu Beginn der Selbstreflexion meinte man noch, es ginge im Kopf um eine Kühlfunktion für das hitzige Blut. Als mit Beginn des 3. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung zum ersten Mal Schädel geöffnet wurden, wollte man erfahren, wo und wie genau der Gedanken zur materielle Realität werden und wie sich äußere Reize zu einer Empfindung verdichten. Eckoldt zeigt, dass Vorstellungen über diese Prozesse vom jeweiligen technischen Fortschritt und den vorhandenen Instrumenten und Messmethoden abhängig waren. So sind es logischerweise derzeit Computertechnologie und Internetvernetzungen, deren Funktionsweise dem menschlichen Geist zugrunde gelegt werden. Wie nackt die moderne Hirnforschung mit ihrem neuromythologischen Anspruch auf Deutungshoheit jedoch dasteht, erklärt Eckoldt an Bildern von Magnetresonanztomographien (MRT), mit denen Hirnforscher gerne geistige und emotionale Prozesse erklären wollen. Diese könnten zwar Signalprozesse in und zwischen den Neuronen grundsätzlich erklären und hinsichtlich der funktionellen Zuordnung von Hirnregionen Fortschritte vermelden. MRT-Bilder seien jedoch irreführend, der reale Unterschied in der Aktivität bunter und grau eingefärbter Neuronen sei wesentlich geringer, als es die Farbmarkieren nahe legen. Und außerdem messe das MRT keine Regung, sondern lediglich Veränderungen im Sauerstoffverbrauch in einzelnen Hirnregionen. Das sei in etwa so, als versuche man die Funktionsweise eines Computers zu ergründen, indem man seinen Stromverbrauch bei verschiedenen Aufgaben messe. Ade MRT-Voodoo!" (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)