Sandra Escher / Marius Romme / Ingo Runte (Hg.)
Die Stimmen und ich – Hilfen für jugendliche Stimmenhörer und ihre Eltern

CoverKartoniert, 304 Seiten, 16,5 x 24 cm, ISBN 978-3-86739-092-7. Köln: Balance Buch und Medien Verlag 2015. € 19.95 / Preis in sFr / sofort lieferbar oder Bestellung mit Formular
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Ratgeber für junge Stimmenhörer sowie für Eltern, Lehrer, Beratungsstellen, Kliniken und Ambulanzen, Kinder- und Jugendtherapeuten, Kinder- und Jugendpsychiater, Kinderärzte und sonstige psychosozial Tätige, wie man – statt mit psychiatrischen Diagnosen und Psychopharmaka – das Hören von Stimmen anders betrachten und behandeln kann und wie man lernt, mit ihnen umzugehen oder sie zum Verstummen zu bringen. Übersetzung aus dem Holländischen von Ingo Runte. Holländische Originalausgabe 2009

Original-Verlagsinfo

Einziger Ratgeber, der das Phänomen Stimmenhören für Kinder, Jugendliche und ihre Eltern aufbereitet! Acht Prozent aller Kinder und Jugendlichen hören Stimmen. Die zentrale Botschaft des Buches: Das allein ist noch keine Krankheit. Wer Stimmen hört, muss nicht psychotisch oder schizophren sein. Das Buch erklärt jungen Stimmenhörern altersgerecht und mit vielen Beispielen, warum Kinder Stimmen hören und welche Botschaften hinter den Stimmen stecken können.

Das Buch bietet Tipps und Übungen, die helfen, den Einfluss der Stimmen zu verringern und die Angst vor bedrohlichen Stimmen zu verlieren. Der Elternteil des Buches informiert über neue Erkenntnisse und Therapiemethoden, auch alternative.

Beiträge von Eltern mit Kindern, die Stimmen hören, zeigen, wie sie Herausforderungen meistern und mit der Situation zurechtkommen. Empfehlenswert für stimmenhörende Kinder und Jugendliche ab zwölf Jahren und ihre Eltern; Beratungsstellen, Kliniken und Ambulanzen, Kinder- und Jugendtherapeuten, Kinder- und Jugendpsychiater, Kinderärzte/innen.

Autorin und Autoren

Sandra Escher, Dr. phil, arbeitet als Forscherin an der Universität Maastricht, Niederlande. Ehrenamtliche Forscherin an der University of Central England in Birmingham.

Marius Romme war von 1974 bis 1999 Professor für Soziale Psychiatrie an der Universität Maastricht, Niederlande, anschließend Gastprofessor an der University of Central England in Birmingham. Seit 1987 erforscht er gemeinsam mit Sandra Escher das Phänomen des Stimmenhörens mit dem Schwerpunkt der Erfahrung der Betroffenen. Gemeinsam legten sie den Grundstein für die internationale Stimmenhörerbewegung.

Dr. med. Dipl.-Päd. Ingo Runte ist leitender Oberarzt der Psychiatrischen Tageskliniken in Bünde und Herford. Ein Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt auf der Entstehung und Therapie außersinnlicher Wahrnehmungen und psychotischer Störungen.

Weitere Bücher mit Beiträgen von Marius Romme und Sandra Escher im Antipsychiatrieversand:

Richtigstellung

Auf S. 302 des Buches ist das Buch »Meine Stimmen – Quälgeister und Schutzengel. Texte einer engagierten Stimmenhörerin« von Hannelore Klafki freundlicherweise als Buchtipp empfohlen, allerdings ist als Verlag, in dem Hannelore Klafkis Buch erschienen ist, nicht der »Peter Lehmann Antipsychiatrieverlag« genannt, sondern der »Lehmanns Verlag«.

J. F. Lehmanns bereitete mit seinem J.F. Lehmanns Verlag den Verbrechen der Psychiatrie während des Hitlerfaschismus den Boden; siehe Peter Lehmann: Fortgeschrittene Psychiatrie – Der J. F. Lehmanns Verlag als Wegbereiter der Sozialpsychiatrie im Faschismus, in: Psychologie und Gesellschaftskritik, 1992.

Einen Erratum-Zettel, wie bei groben Lektoratsfehlern üblich, legt der Psychiatrieverlag seinem Buch nicht bei.

Rezension

"Ratgeber für junge Stimmenhörer sowie für Eltern, Lehrer, Beratungsstellen, Kliniken und Ambulanzen, Kinder- und Jugendtherapeuten, Kinder- und Jugendpsychiater, Kinderärzte und sonstige psychosozial Tätige, wie man das Hören von Stimmen anders betrachten und lernen kann, mit ihnen umzugehen, und wie die Stimmen wieder verschwinden. Das Buch besteht aus zwei Teilen, einem Kinder- und einem Elternteil. Der erste Teil richtet sich an Kinder und Jugendliche und informiert sie, was Stimmenhören ist und welche Erklärungen es dafür gibt. Anhand von Beispielen wird ihnen aufgezeigt, wie sie sich gegen die Befehle der Stimmen wehren können. Der zweite Teil wendet sich an Eltern, schildert ihre Erfahrungen mit stimmenhörenden Kindern, liefert verschiedene, auch alternative Erklärungen und informiert über vernünftige Therapiemöglichkeiten. Aufgrund ihrer eigenen Therapie-Erfahrungen möchten die Autorin und die Autoren betroffenen Eltern und Kindern ersparen, sich der Schulpsychiatrie anzuvertrauen, vor allem, weil dort mit Diagnosen und Psychopharmaka 'sehr freizügig' umgegangen werde. Bücher mit dieser Haltung sollte es mehr geben." (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)