Janet Frame
Wenn Eulen schrein

CoverTaschenbuch, 287 Seiten, 12 x 19 cm, ISBN 978-3-423-14476-6. München: Deutscher Taschenbuch Verlag 2016. € 9.90 / Preis in sFr / sofort lieferbar oder Bestellung mit Formular

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Poetisch erzählte Geschichte eines »schizophrenen« Mädchens, verfasst von der Autorin von »Ein Engel an meiner Tafel«. Englische Originalausgabe 1957. Deutsche Neuausgabe mit überarbeiteter Übersetzung

Original-Verlagsinfo

Janet Frames erster Roman von 1957, der ihren literarischen Ruhm begründete und von den Heimsuchungen einer neuseeländischen Eisenbahnarbeiter-Familie erzählt, wird nach dem großen Erfolg ihres nachgelassenen Romans „Dem neuen Sommer entgegen“ in einer überarbeiteten Übersetzung neu vorgelegt. Die Familie des Eisenbahners Bob Withers in der Kleinstadt Waimaru wird von Unglück und Krankheit geplagt: Eine Tochter, Francie, stirbt durch einen tragischen Unfall, eine andere, Daphne, erkrankt psychisch so schwer, dass sie in eine Heilanstalt eingewiesen werden muss, ihr Bruder Toby hat epileptische Anfälle. Hinter dem Drama der Familie werden aber auch gesellschaftliche Konflikte sichtbar: Kann man im ganz anders gearteten Kosmos Neuseelands einfach die Werte und Bildungsstandards des weißen Europa vermitteln, ohne Rücksicht auf die angestammte Kultur? Vor allem die grandiose, poetische Sprache dieses Romans, seine Fähigkeit, besonders in die Gedanken- und Wahnwelt Daphnes einzudringen, seine menschliche Feinfühligkeit und erzählerische Objektivität machen ihn zu einem Meisterwerk der Literatur des 20. Jahrhunderts.

Die Autorin

Janet Frame wurde 1924 als drittes von fünf Kindern eines Eisenbahnarbeiters in Dunedin, Neuseeland, geboren, wo sie 2004 auch starb. Frame ist Autorin von zwölf Romanen, darunter »Wenn Eulen schrein«, »Auf dem Maniototo« und »Gesichter im Wasser«. Sie gehört zu den wichtigsten zeitgenössischen Schriftstellern Neuseelands. Die Familienverhältnisse waren zum Teil tragisch, sie selbst wurde "zu Unrecht" als Schizophrene über Jahre in Nervenheilanstalten behandelt, u. a. mit Elektroschocks. Ihre Autobiographie "Ein Engel an meiner Tafel", die von Jane Campion verfilmt wurde, gehört zu den bedeutendsten Beispielen für dieses Genre im 20. Jahrhundert. Janet Frame zählte zu den Anwärterinnen für den Literaturnobelpreis.

Weitere Bücher von Janet Frame im Antipsychiatrieversand: Ein Engel an meiner Tafel. Eine Autobiographie

Pressestimme

»Nicht eine von denen, die unsere abgestumpften Sinne kurzfristig reizen könnten durch ihre exotischen Schreckensmeldungen über eine Kranke im Irrenhaus. Auch nicht eine, die uns den Schrecken in einem Alltagsbericht über das normal verrückte Dasein der Psychotiker nahe bringen will und verständlich und erklärbar macht. Es ist eine traurige, oft grausame Geschichte, erzählt in einer wunderbar poetischen Sprache.« Sender Freies Berlin