Josef Giger-Bütler
»Sie haben es doch gut gemeint« – Depression und Familie

CoverKartoniert, 244 Seiten, 13,4 x 20,7 cm, ISBN 978-3-407-22189-6. Weinheim & Basel: Beltz Verlag 2014. € 14.95 / Preis in sFr / sofort lieferbar oder Bestellung mit Formular
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Plausible Erklärungen, wie aus normalen Lebensverhältnissen und all den Zwängen und Rücksichtslosigkeiten, die mit diesen verbunden sind, depressive Reaktionsmuster und schließlich manifeste Depressionen entstehen, die immerhin die Chance bieten, Wege aus der ständigen Überforderung zu finden, sofern man es nicht dabei belässt, mit Antidepressiva bloße Symptomunterdrückung zu betreiben und damit die innere Dynamik der Depression zu verschleiern oder gar den Boden für paradoxe Reaktionen, zum Beispiel Manien, zu bereiten. Original 2003

Original-Verlagsinfo

Die Wurzeln der Depression liegen in der Kindheit. Hier werden die Verhaltensmuster vorbereitet, die sich später bei Erwachsenen hinter depressiven Zuständen verbergen. Sie waren Kinder, die sich ständig selbst überfordert haben. Kinder, die versucht haben, es allen Recht zu machen außer sich selbst. Verständlich, einfühlsam und weitgehend unter Verzicht auf fachpsychologische Begriffe wie vor ihm nur Alice Miller beschreibt Josef Giger-Bütler die Familienkonstellationen und Erziehungsstile, die krank machen. Von der Krankheit »Depression« hört und liest man heute fast täglich. Aber wann verbirgt sich hinter emotionalen und körperlichen Zuständen wie Lustlosigkeit, Interesselosigkeit, Niedergeschlagenheit, Antriebslosigkeit und Müdigkeit wirklich eine Depression?

Der Schlüssel für die Beantwortung dieser Frage liegt für den Autor dieses Buches in der Kindheit und in der Familie. Hier werden die depressiven Verhaltensmuster geformt. Es handelt sich um Kinder, die sich ständig selbst überfordern, weil ihre Umgebung es von ihnen verlangt. Um Kinder, die versuchen, es allen Recht zu machen – außer sich selbst. Diese »Zurücknahme« von der Welt geht soweit, bis von ihrem Selbst nicht mehr viel übrig geblieben ist. Aber diese Kinder funktionieren nach außen hin. Und genau hier liegt das eigentlich Krankmachende an der Depression, der lebenslange Kampf gegen die Selbstaufgabe, der, wenn er verloren wird, zur Aufgabe des eigenen Lebens führen kann.

Über den Autor

Dr. Josef Giger-Bütler ist Psychotherapeut mit eigener Praxis in Luzern.

Weitere Bücher von Josef Giger-Bütler im Antipsychiatrieversand: »Endlich frei« – Schritte aus der Depression · »Jetzt geht es um mich«. Die Depression besiegen – Anleitung zur Selbsthilfe · Depression ist keine Krankheit – Neue Wege, sich selbst zu befreien · »Wir schaffen es« – Leben mit depressiven Menschen

Stimmen zum Buch

"Das beste Buch zu diesem Thema seit Alice Miller!" report Hamburg

"Ein unkomplizierter Lesestoff für alle, die das Thema Depression interessiert." Kirche und Leben

"Ein Buch, das klar strukturiert, sehr gut verständlich und einfühlsam das Krankheitsbild erklärt und Wege aus der Dunkelheit aufzeigt." Neue Zürcher Zeitung

"Die Pharmaindustrie, die mit ihr liierte biologische Psychiatrie und alle, die Normalität für etwas Erstrebenswertes halten, werden dieses Buch hassen. Depressive Menschen und solche, die ihnen beistehen wollen, finden dagegen hier erstmals plausible Erklärungen, wie aus normalen Lebensverhältnissen und all den Zwängen und Rücksichtslosigkeiten, die mit diesen verbunden ist, depressive Reaktionsmuster entstehen. Ein außergewöhnliches Buch, da der Autor nicht mit Schuldzuweisungen an Menschen mit Depressionen oder abnorme Familien arbeitet, sondern die Entwicklungsmuster für depressive Reaktionsformen, latente sowie manifeste Depressionen, in der Normalität selbst aufspürt. Wenn Depressionen schließlich manifest, nicht mehr zu verheimlichen geworden sind, bieten sie für Giger-Bütler immerhin die Chance, Wege aus der ständigen Überforderung zu finden, sofern man es nicht dabei belässt, mit Antidepressiva bloße Symptomunterdrückung zu betreiben und damit die innere Dynamik der Depression zu verschleiern oder gar den Boden für paradoxe Reaktionen, zum Beispiel Manien, zu bereiten. Das unbedingt empfehlenswerte Buch endet mit dem Kapitel 'Wege aus der manifesten Depression' und der Empfehlung an Betroffene, anzuhalten, innezuhalten, sich zu erholen, evtl. mit therapeutischer Hilfe zu erkennen, wie und wo und wann man sich überfordert und was man selbst tun kann und muss, um aus dem Kreislauf von Überforderung auszubrechen und eine Veränderung zum Besseren zu bewirken." (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)