Peter C. Gøtzsche
Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert

CoverGebunden, 512 Seiten, 15 x 21 cm, ISBN 978-3-86883-438-3. München: Riva Verlag, 3. Auflage 2016. € 24.99 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorb oder Bestellung mit Formular
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Über die Machenschaften der Pharmaindustrie, gekaufte Meinungsmacher, Werbestrategien, Psychiater als Drogenhändler, suizidal wirkende Psychopharmaka, Versagen von Arzneimittelbehörden u.v.m. Englische Originalausgabe 2013, deutsche Erstveröffentlichung 2014

Original-Verlagsinfo

Ein Pharmakonzern wurde durch den Verkauf von Heroin groß. Ein anderer steht im Verdacht, mit falschen Behauptungen über ein Arthritis-Medikament den Tod von Tausenden Patienten verursacht zu haben. Ein weiterer belog die US-amerikanische Food and Drug Administration und wurde zu einer Strafe von 2,3 Milliarden Dollar verurteilt.

Dieses Buch handelt von der dunklen Seite der Pharmaindustrie, von der Art und Weise, wie Medikamente entdeckt, produziert, vermarktet und überwacht werden. Es zeigt detailliert auf, wie Wissenschaftler Daten fälschen, um ihre Meinung zu verteidigen. Dabei stehen die Pharmakonzerne der Mafia in nichts nach, sie sind sogar schlimmer und haben mehr Menschenleben auf dem Gewissen.

Gøtzsches Buch handelt jedoch nicht nur von Problemen. Der Autor bietet Lösungen, von denen einige größere Erfolgschancen haben als andere, und er zeigt auf eindrückliche Weise die Notwendigkeit für umfassende Reformen.

Über den Autor

Professor Peter C. Gøtzsche ist Facharzt für innere Medizin und hat viele Jahre für Pharmaunternehmen klinische Studien durchgeführt und sich um die Zulassung von Medikamenten gekümmert. Er hat mehr als 50 Artikel veröffentlicht, seine wissenschaftlichen Arbeiten wurden bisher mehr als 10 000 mal zitiert.


Weitere Publikationen von Peter C. Gøtzsche im Antipsychiatrieversand: Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen – Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen

Pressestimme

Gøtzsche ist Facharzt für innere Medizin, war 1993 Mitbegründer der Cochrane Collaboration, einem – an den Grundsätzen der sogenannten evidenzbasierten (empirisch in ihrer Wirksamkeit nachgewiesenen) Medizin orientierten – internationalen Netzwerk von Wissenschaftlern und Ärzten. Er hat viele Jahre für Pharmaunternehmen klinische Studien durchgeführt und wurde 2010 an der Universität Kopenhagen zum Professor für klinisches Forschungsdesign und Analyse ernannt. 2014 wurde sein Buch "Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität" in deutscher Übersetzung publiziert, original erschien es 2013 in englischer Sprache. Es ist unbedingt lesenswert. In 22 Kapiteln weist der Autor die Ähnlichkeit zwischen der Pharmaindustrie und dem organisierten Verbrechen nach: Beide verdienen unwahrscheinlich viel Geld (auch es im Fall der Pharmaindustrie gelegentlich zu Milliardenstrafen kommt), gehen über Leichen (unerwünschte Pharmawirkungen sind nach Krebs und Herzerkrankungen die dritthäufigste Todesursache) und bestechen einflussreiche Politiker und andere Meinungsführer. Konkret befasst Gøtzsche sich mit dem Zwielicht von Marketing und Forschung in der Medizin (Psychiatrie inklusive), Interessenskonflikten medizinischer Fachzeitschriften, gekauften Meinungsmachern, Ghostwritern, unzureichender Arzneimittelüberwachung, Einschüchterung, Manipulation von Patienten- und Familienorganisationen, Manipulation von Journalisten etc. Zwei Kapitel betreffen die Psychiatrie, das "Paradies der Pharmaindustrie", mit ihrem Schwindel vom chemischen Ungleichgewicht, mit dem Vertuschen unerwünschter Wirkungen wie beispielsweise suizidalen Psychopharmaka-Wirkungen u.v.m. Die Beispiele und Zahlen, die Gøtzsche nennt, sind drastisch, nachgewiesen, aussagekräftig. Beispiel Zyprexa. Er schätzt, "... dass 200.000 der 20 Millionen mit Zyprexa behandelten Patienten an den unerwünschten Wirkungen des Medikaments gestorben sind. Besonders traurig daran ist, dass viele dieser Patienten nie mit Zyprexa hätten behandelt werden müssen. Da Zyprexa nicht das einzige Medikament ist, muss die Zahl der Opfer noch höher sein." Das Buch ist hochinteressant für alle, die noch von einer ständigen Verbesserung der medizinischen (inklusive psychosozialen) Versorgung ausgehen und an verantwortungsbewusstes Handeln medizinischer (inklusive psychiatrischer) Standesorganisationen, Gesundheitsverwaltungen und politischer Entscheidungsträger glauben, jedoch mutig genug sind, den von Gøtzsche dargelegten Fakten ins Auge zu blicken. Das Buch schließt mit Vorschlägen, wie das Gesundheitssystem revolutioniert werden könnte im Sinne der Patientensicherheit und finanziellen Vernunft. (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)