Peter C. Gøtzsche
Tödliche Psychopharmaka und organisiertes Leugnen – Wie Ärzte und Pharmaindustrie die Gesundheit der Patienten vorsätzlich aufs Spiel setzen

CoverKartoniert, 431 Seiten plus 8 Seiten mit farbigen Hochglanzfotos, 14,8 x 21 cm, ISBN 978-3-86883-756-8. München: Riva Verlag 2016. € 24.99 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorb
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Über die Absurdität psychiatrischer Diagnostik, schädigende und suizidal wirkende Antidepressiva, das Geschäft mit ADHS und Demenz, schädigende und mitunter tödlich wirkende "Antipsychotika", schädigende Elektroschocks, menschenrechtswidrige Zwangsbehandlung, Psychopharmaka-Entzugsprobleme u.v.m. Deutsche Erstveröffentlichung. Englische Originalausgabe 2015

Original-Verlagsinfo

In seinem zweiten Buch konzentriert sich Peter C. Gøtzsche auf die Missstände in der psychiatrischen Behandlung, bei der die Profitgier von Ärzten und Pharmaindustrie über das Wohl der Patienten gestellt wird. Anhand fundierter wissenschaftlicher Recherchen und Studien deckt er ein Geflecht aus Fehldiagnosen, Korruption und Lügen auf.

Dabei geht er verbreiteten Falschaussagen wie diesen auf den Grund:

  • Psychische Krankheiten werden durch ein chemisches Ungleichgewicht im Gehirn hervorgerufen.
  • Behandlungen mit Psychopharmaka führen nicht zu einer Abhängigkeit.
  • Antidepressiva schützen Patienten vor Selbstmord.

Betroffen sind davon nicht nur wenige psychisch Kranke, die in Kliniken behandelt werden, sondern darüber hinaus eine breite Masse der Bevölkerung, deren akutes psychisches Tief oft vorschnell zu einer chronischen Erkrankung aufgebaut wird. Neben einem tiefen Einblick in ein nur vermeintlich wissenschaftlich verlässliches Gebiet bietet der Autor aber auch Lösungen an und hilft so Patienten und Ärzten, einen Weg zu finden, der aus bestehenden Mustern hinausführt.

Über den Autor

Professor Peter C. Gøtzsche ist Facharzt für innere Medizin und hat viele Jahre für Pharmaunternehmen klinische Studien durchgeführt und sich um die Zulassung von Medikamenten gekümmert. Er hat mehr als 50 Artikel veröffentlicht, seine wissenschaftlichen Arbeiten wurden bisher mehr als 10 000-mal zitiert.

Weitere Publikationen von Peter C. Gøtzsche im Antipsychiatrieversand: Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität – Wie die Pharmaindustrie das Gesundheitswesen korrumpiert

Pressestimme

Der dänische Internist Peter Gøtzsche hat nach "Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität" ein neues Buch geschrieben. 2015 erschien es original in englischer Sprache, jetzt in deutscher Übersetzung. Es befasst sich mit den Folgen der Anwendung schädlicher Psychopharmaka und ihrem fragwürdigen Nutzen: Jährlich würden in den USA und in Europa über eine halbe Million Menschen im Alter von 65 und darüber an ihren Folgen sterben, insgesamt stellten die Psychopharmaka die dritthäufigste Todesursache dar nach Herzkrankheiten und Krebs, in 98% aller Fälle solle man besser auf sie verzichten. In seinem mit 18 Kapiteln übersichtlich strukturierten Buch greift Gøtzsche die Mainstreampsychiatrie massiv an: Deren Anführer seien oft von der Pharmaindustrie gekauft. Diagnosen dienten zur Absatzsteigerung von Psychopharmaka. Neuere Antidepressiva vom Typ der Serotonin-Wiederaufnahmehemmer wären toxisch, wirkten nicht besser als Placebos, oft suizidal und homizidal (das heißt, sie fördern auch die Tötung anderer Menschen), Wirksamkeitsstudien seien in betrügerischer Art manipuliert und gefälscht. ADHS sei keine Krankheit, sondern lediglich die Medizinalisierung sich störend verhaltender Kinder; ADHS-Medikamente seien gefährlich und sollten vom Markt genommen werden. Neuere Neuroleptika wären nicht minder schlecht als ältere, manchmal noch schlimmer und mitursächlich für die hohen Todeszahlen; die Chance zu genesen sei ohne Psychopharmaka besser als mit. Die Absatzzahlen von Psychopharmaka bei der Diagnose "bipolar" explodierten in manchen Staaten. Anti-Demenz-Medikamente seien nutzlos, dafür gesundheitsschädlich. Elektroschocks seien primitiv, unspezifisch, schädlich für das Gehirn. Bei psychischen Problemen sei Zuwendung hilfreich, Psychotherapie, Bewegung usw. Psychopharmaka würden nur zu körperlichen Störungen führen und abhängig machen, insbesondere Benzodiazepine und Antidepressiva. Bestechung und illegale Vermarktung seien mitverantwortlich für die Arzneimittelepidemie. Zwangsbehandlung müsse verboten werden, wie sich dies auch aus der UN-Konvention über die Rechte der Menschen von Behinderungen ergebe. Den Schluss des Buches bilden Ratschläge für Patienten und Ärzte, wie sie zu einer besseren und menschlicheren Psychiatrie beitragen könnten. Eingangs wies ich darauf hin, dass es sich um eine Übersetzung ins Deutsche handelt. Also beziehen sich die meisten Aussagen auf Vorgänge im englischen Sprachraum; an sich kein Problem, Zyprexa wirkt dort nicht minder schädlich wie hierzulande. Unangenehm fällt lediglich auf, dass als Informationsquellen am Ende des Buches bis auf eine Ausnahme lediglich englischsprachige Webseiten genannt werden. Hier wäre etwas Sorgfalt von Seiten des Verlags angebracht gewesen. Spätestens in einer zweiten Auflage sollte dieser Mangel beseitigt werden. Fazit: Ein ausgesprochen empfehlenswertes Buch. Gøtzsche nennt die Psychopharmaka, Psychiater und Pharmafirmen beim Namen, all seine Aussagen belegt er sorgfältig. Wer kritische und fundierte Informationen sucht zu Psychopharmaka, wird in diesem Buch fündig. Als Ergebnis der Lektüre habe ich Peter Gøtzsche eingeladen, an einem Symposium über Maßnahmen gegen die katastrophale Frühsterblichkeit psychiatrischer Patienten teilzunehmen, das ich gemeinsam mit Salam Gómez, dem Co-Vorsitzenden des Weltnetzwerks von Psychiatriebetroffenen, bei der Konferenz des psychiatrischen Weltverbands im November 2017 in Berlin anbieten will. Ich freue mich, dass Peter Gøtzsche seine Teilnahme spontan zugesagt hat, und hoffe, dass es der Pharmamafia und ihren Mitläufern nicht gelingt, unser Symposium zu verhindern. (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)