Ivan Illich
Die Nemesis der Medizin – Die Kritik der Medizinalisierung des Lebens

Cover Kartoniert, 319 Seiten, 12,4 x 19 cm, ISBN 978-3-406-56072-9. München: C. H. Beck Verlag, 5. Auflage 2007. € 16.95 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorb oder Bestellung mit Formular
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Klassiker der Kritik an der ärztlichen Überheblichkeit. Deutsche Erstauflage 1975 unter dem Titel "Die Enteignung der Gesundheit"

Original-Verlagsinfo

Die »Nemesis der Medizin« war bei ihrem ersten Erscheinen im Jahr 1975, damals unter dem Titel »Die Enteignung der Gesundheit«, Schock und Provokation zugleich. Dabei hatte Illich nichts anderes getan, als einer ausufernden und krebsartig wuchernden Gesundheits- und Medizintechnokratie den Spiegel vorzuhalten. Detailreich und mit kritischer Brillanz wird gerade auch dem medizinischen Laien gezeigt, wie die verschiedenen Interessengruppen, wie Ärzteschaft, Pharmaindustrie und die sie begleitende Ideologie den Patienten zum süchtigen Verbraucher und die Medizin zum Verbrauchsgut werden lassen. Entfremdet von der natürlichen Erfahrung von Gesundheit, Krankheit und Tod, deren Definitionen wir lieber den Ritualen der Ärzteschaft vorbehalten, sind wir so dem Irrglauben verfallen, der Mensch sei vollständig reparabel.Ein Buch, das gerade auch angesichts der gegenwärtigen Diskussion um Qrgantransplantation, künstliche Befruchtung, gentechnische Eingriffe usw. von beklemmender Aktualität ist.

Über den Autor

Ivan Illich, geboren 1926 in Wien, begann sein Studium der Naturwissenschaften und der Philosophie in Florenz. An der Gregoriana in Rom studierte er anschließend Theologie und promovierte in Geschichte in Salzburg. Zunächst als Seelsorger in den New Yorker Slums tätig, leitete er von 1956-60 die Universität von Puerto Rico. 1961 gründete er in New York das »Center of Intercultural Formation«, aus dem sich das »Centro interculturale de documentacion« (CIDOC) in Cuernavaca in Mexiko entwickelte. Illich lehrt an verschiedenen Universitäten, so z.B. in Berkeley (USA) und an der University of Pennsylvania, sowie als Gastprofessor an der Gesamthochschule in Kassel und an den Universitäten von Marburg und Bremen. Seine Veröffentlichungen u. a. zum Gesundheitssystem, zum Bildungswesen oder zu den modernen Informationstechnologien weisen ihn als einen der bedeutendsten Querdenker unserer Zeit, als einen scharfsinnigen Analytiker und sprachmächtigen Zivilisationskritiker höchsten Ranges aus.