Theodor Itten / Ron Roberts
Politik der Erfahrung – Kritische Überlegungen zur Entwicklung von Psychologie und Psychotherapie

CoverKartoniert, 336 Seiten, 14,8 x 21 cm, ISBN 978-3-8379-2537-1. Gießen: Psychosozial Verlag 2016. € 36.90 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorboder Bestellung mit Formular
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Theodor Itten und Ron Roberts untersuchen den Einfluss des neoliberalen Kapitalismus auf die Kluft zwischen der akademischen Psychologie und der psychotherapeutischen Kunst des Heilens und plädieren für die Rückkehr zu einer authentischen und dynamischen Politik der Erfahrung. Englische Originalausgabe 2014

Original-Verlagsinfo

Psychologinnen und Psychologen sind heute einer zunehmenden Ökonomisierung unterworfen, die allzu häufig sowohl das professionelle Handeln als auch das wissenschaftliche Denken ideologisch durchdringt und dadurch die Sicht auf das menschliche Sein einengt. Theodor Itten und Ron Roberts untersuchen den Einfluss des neoliberalen Kapitalismus auf die Kluft zwischen der akademischen Psychologie und der psychotherapeutischen Kunst des Heilens und plädieren für die Rückkehr zu einer authentischen und dynamischen Politik der Erfahrung.

Vieles von dem, was heute im Namen der Psychotherapie und der Psychologie geschieht, ist von oberflächlichen und kommerziellen Motiven getrieben. Psychologinnen und Psychologen sind heute einer zunehmenden Ökonomisierung unterworfen, die allzu häufig sowohl das professionelle Handeln als auch das wissenschaftliche Denken ideologisch durchdringt und dadurch die Sicht auf das menschliche Sein einengt.

Theodor Itten und Ron Roberts plädieren im vorliegenden Buch für die Rückkehr zu einer authentischen und dynamischen Politik der Erfahrung. Sie untersuchen den Einfluss des neoliberalen Kapitalismus auf die Kluft zwischen der akademischen Psychologie und der psychotherapeutischen Kunst des Heilens. Hierzu nehmen sie jeweils eine dieser beiden Positionen ein, um das Wechselspiel von Praxis, Theorie und tagtäglicher Erfahrung kritisch zu beleuchten. Ihre ebenso persönliche wie kritische Untersuchung bietet eine außergewöhnliche Perspektive auf die Frage, was es bedeutet, heute psychotherapeutisch zu praktizieren.

Über Theodor Itten

Geboren 1952 in Langenthal (Schweiz). Studierte 1972 bis 1981 Psychologie an der Middlesex und City University, Psychotherapie und Ethnologie in London bei Ronald. D. Laing und Francis Huxley. Mitglied im United Kingdom Council of Psychotherapy. Seit 1981 Psychotherapeutische Praxis in St. Gallen. Von 2003-2011 Vorstandsmitglied und von 2008-2011 Präsident des Schweizer Psychotherapeutinnen und Psychotherapeuten Verbands. Für 12 Jahre im Stiftungsrat der Pro Mente Sana aktiv.

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Pressestimme

Die beiden Psychologen Theodor Itten und Ron Roberts untersuchen den Einfluss des neoliberalen Kapitalismus auf die Kluft zwischen der akademischen Psychologie und der psychotherapeutischen Kunst des Heilens und plädieren für die Rückkehr zu einer authentischen und dynamischen Politik der Erfahrung. Wie kam es zur heimlichen Politisierung der Erfahrung, dem Verkauf des Wissens an die Meistbietenden, der Infizierung der therapeutischen Beziehung und dem Hunger der Psychologen nach Status, Macht und Kontrolle? Analytisch, historisch, persönlich und empirisch verknüpfen die beiden Autoren ihre beruflichen und privaten Erfahrungen und finden so Antworten auf die Frage, was Menschen inner- und außerhalb der Psychotherapie hilft, sich selbst helfen und zur Sorge für das eigene Wohlbefinden zu finden. In 12 Kapiteln geht es also um die Beeinflussung der psychotherapeutischen Haltung durch Lehranalyse, Lehrtherapie und Selbsterfahrungspraxis, um die Rolle von Intuition und Wissenschaft in der Psychotherapie und die Einbeziehung von Ronald D. Laings Werk und seinen Erfahrungen, um Mord, Korruption, Politik und Gedankenkontrolle in den akademischen Elfenbeintürmen, um heilende und emanzipatorische Aspekte der Psychotherapie, um die Auseinandersetzung mit den Grenzen des methodischen Individualismus in der Psychotherapie, um das Verhältnis der Arbeit von Psychotherapeuten zu den Erfahrungen der Betroffenen u.v.m. Das Buch richtet sich an Psychologen in therapeutischer Praxis sowie in Universitäten und ruft sie auf, sich der Rebellionsbewegung gegen die Enthumanisierung des Menschen in der industriellen Gesellschaft anzuschließen. (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)