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Ernst Klee
Dokumente zur »Euthanasie«

CoverTaschenbuch, 342 Seiten, 41 Abbildungen, 12,5 x 19 cm, ISBN 978-3-596-24327-3. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuchverlag, 6. Auflage 2007. € 14.99 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorb oder Bestellung mit Formular


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Umfassende, detaillierte Beschreibung des bis 1945 praktizierten Massenmords an alten, kranken oder sonst für lebensunwert erklärten Menschen. Original 1985

Original-Verlagsinfo

Nach der Veröffentlichung des inzwischen weithin bekannten Buches von Ernst Klee (›»Euthanasie« im NS-Staat. Die »Vernichtung lebensunwerten Lebens«‹) hielten es Autor und Verlag für notwendig, angesichts der Fülle des Materials einen separat benutzbaren Dokumentenband herauszugeben. Dahinter stand die Absicht, Texte, die im oben genannten Buch nur knapp zitiert werden konnten, möglichst ungekürzt dem Publikum vorzulegen.

Inzwischen ist es Ernst Klee gelungen, weitere Materialien zutage zu fördern, mit denen niemand mehr gerechnet hat oder rechnen wollte. Er konnte teilweise nahezu vollständige, nach dem Krieg als verschollen betrachtete oder versteckte Aktenbestände durchsehen, die brisante schriftliche Quellen und sogar Fotomaterialien enthalten. Der vorliegende Band präsentiert Dokumente, die im ersten Band nur auszugsweise zitiert werden konnten, (und) Texte und Fotos, die hier erstmals veröffentlicht bzw. – soweit sie vor Jahrzehnten in anderem Zusammenhang schon einmal publiziert worden sind – der Vergessenheit entrissen werden.

Erschreckend ist nicht allein, was seinerzeit in Kliniken, »Heil«- und Vergasungsanstalten geschehen ist. Erschreckend ist auch die Tatsache, dass Hunderte freiwillig mitmachten, den Massenmord organisierten und dann verübten, dass Abertausende davon wussten und nichts sagten. Mehr als eine Generation danach stehen wir erst am Anfang der notwendigen Trauerarbeit.

Ernst Klee, geboren 1942, studierte Theologie und Sozialpädagogik. Lehrauftrag für Behindertenpädagogik an der VHS in Frankfurt/Main (1973 bis 1982) und an der FHS in Wiesbaden (1978-1979). Er publiziert bei der Wochenzeitung DIE ZEIT und arbeitet als Dokumentarfilmer für den Hessischen Rundfunk. 1996 wurde sein Fernsehfeature »Ärzte ohne Gewissen« von der ARD ausgestrahlt: Ernst Klee wurde dafür von der Münchener Abendzeitung mit dem »Stern des Jahres 1996« ausgezeichnet (sein Fernsehfilm »Verspottet« über das Leben einer Kleinwüchsigen wurde 1981 mit dem »Adolf-Grimme-Preis« sowie von der Deutschen Akademie der darstellenden Künste in Frankfurt am Main ausgezeichnet). 1997 erhielt Ernst Klee den Geschwister-Scholl-Preis. Ernst Klee starb am 18. Mai 2013.

Weitere Bücher von Ernst Klee im Antipsychiatrieversand: Deutsche Medizin im Dritten Reich – Karrieren vor und nach 1945