Andreas Knuf
Empowerment und Recovery

CoverKartoniert, 156 Seiten, 12,5 x 19,5 cm, ISBN 978-3-88414-644-6. Köln: Psychiatrieverlag, 5., komplett überarbeitete und erweiterte Auflage 2016. € 17.95 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorboder Bestellung mit Formular
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Was psychiatrisch Tätige tun (und nicht tun) könnten, um Betroffenen zu einem selbstbestimmteren Leben zu verhelfen. Ein nützliches Buch für psychiatrisch Tätige. Originalaugabe 2006 mit dem Titel "Empowerment in der psychiatrischen Arbeit"

Original-Verlagsinfo

Die Konzepte von Empowerment und Recovery sind in der psychiatrischen Arbeit inzwischen fest verankert. Das Ziel, die Selbstständigkeit und Selbstbestimmungsfähigkeit des Klienten zu unterstützen, steht hinter jedem Hilfeplan. Andreas Knuf zeigt anhand von zahlreichen Beispielen aus der die Praxis, wie beide Konzepte praxisnah in die psychiatrischen Arbeit umgesetzt werden kann - auch bei Klienten, die zunächst einmal keinen oder kaum einen Wunsch nach Selbstbestimmung zeigen.

So individuell jeder Gesundungsweg ist, so unterschiedlich sind auch die Anforderungen an die professionell Tätigen. Wie können Fachpersonen also Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen authentisch Hoffnung auf Genesung vermitteln und zu eigenen Entscheidungen motivieren? Die Umsetzung der Konzepte »Empowerment« und »Recovery« ist dabei als Prozess zu verstehen - wer seinen Klienten Selbstbestimmung und Selbstbefähigung ermöglichen will, muss auch die eigenen Handlungsweisen hinterfragen. Die Eigenaktivität und Motivation der Klienten zu fördern heißt unter Umständen nämlich auch, aus fachlicher oder persönlicher Sicht »falsche« Entscheidungen zu akzeptieren und mitzutragen. Diese neue Haltung führt weg von der Fürsorge hin zu einem beruflichen Selbstverständnis, das den Profi eher als Anwalt der Klienten versteht.

Bei der Bewältigung dieser Aufgabe hilft diese kompakte und übersichtliche Einführung mit Fallbeispielen, Übungen und Merksätzen als aktualisierte Neuausgabe.

Autor

Andreas Knuf ist Psychologischer Psychotherapeut mit eigener Praxis in Konstanz. Er hat zahlreiche Artikel und Bücher zu Borderline, Empowerment und Achtsamkeit veröffentlicht.

Weitere Bücher von Andreas Knuf im Antipsychiatrieversand: Bevor die Stimmen wiederkommen. Vorsorge und Selbsthilfe bei psychotischen Krisen  ·  Selbstbefähigung fördern – Empowerment in der psychiatrischen Arbeit

Rezension zu "Empowerment in der psychiatrischen Arbeit"

"Der Autor, Psychologe und Therapeut, bringt konzentriert, übersichtlich und durchaus selbstkritisch auf den Punkt, was psychiatrisch Tätige tun (und nicht tun) können, um Betroffenen zu einem selbstbestimmteren Leben zu verhelfen. Ressourcenorientierter Arbeit, Betroffenen-Mitbestimmung, Selbsthilfe- und Recovery-Förderung steht in der Praxis vieles entgegen: Stigmatisierung, institutionelle Hierarchien, Wunsch nach Compliance, Zwang, Psychopharmaka und nicht zuletzt die Tradition defizitorientierter 'Fürsorge'. Ein nützliches Buch für psychiatrisch Tätige. Kritische Betroffene dürfte es stören, dass die Frage der Psychopharmaka allzu grob abgehandelt wird, das Psychiatrische Testament keine Erwähnung findet, Selbsthilfe nur zu "Störungsbildern" vorgestellt wird und die Internetadressen oft fehlerhaft sind." (Kerstin Kempker, FAPI-Nachrichten)