Heide Olbrich-Müller
Ist die Welt denn noch zu retten – Mein Leben mit Psychosen

CoverTaschenbuch, 170 Seiten, 13 x 18,9 cm, ISBN 978-3-945346-29-7. Bilshausen: Fabulosa Verlag Gudrun Strüber 2015. € 11.80 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorb oder Bestellung mit Formular
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Buch über ihre 12 Psychosen, erlebt in der DDR und BRD von 1985 bis 2012, und dann beeinflusst von Dorothea Bucks Buch "Auf der Spur des Morgensterns" Auseinandersetzung mit dem Sinn ihrer Psychosen und Verlassen des psychiatrischen Teufelskreises. Originalausgabe

Original-Verlagsinfo

Dieses Buch ist keine wissenschaftliche Abhandlung über Psychosen, ich bin kein Fachmann auf diesem Gebiet, nur eine Betroffene. Der ganz normale Mensch kann nicht verstehen, dass es Menschen gibt, die die Welt mit anderen Augen sehen bzw. diese anders erleben. Und weil er sicher keine Fachbücher über Psychosen liest, habe ich allgemeinverständlich darüber geschrieben, aus der Sicht meiner Erfahrungen.

Mögen meine Ausführungen zum Verstehen von Psychosen beitragen und zu neuen Erkenntnissen führen, dann war meine leidvolle Psychoselaufbahn nicht umsonst. Und möge mein Befreiungsschlag, auch als solchen sehe ich dieses Buch, die gewünschte Wirkung haben, psychosefrei für den Rest meines Lebens zu sein!

Foto von Heide Olbrich-MüllerÜber die Autorin

"Geboren 1947 in Sachen-Anhalt. Von Beruf war ich Bibliothekarin, jetzt bin ich Rentnerin. Meine ersten Geschichten und Gediche schrieb ich schon als Kind. Gelesen habe immer gern und oft. Veröffentlichungen: Kleine Beträge in verschiedenen Anthologien."

Pressestimme

Nicht gerade glücklich verheiratet in der ehemaligen DDR mit einem alkoholabhängigen Mann und von seiner Mutter und Ex-Frau gegeneinander ausgespielt, entwickelt die Autorin, eine ehemalige Bibliothekarin, jetzt Rentnerin, irgendwann Panikattacken. Wir haben 1985, die DDR wird noch vier Jahre existieren. Verständnis, auch nur Interesse für ihre Probleme, findet sie nirgendwo, speziell nicht in der Psychiatrie, in der sie bald landet und Psychopharmaka bekommt. Alles nimmt seinen psychiatrischen Gang, raus, rein, raus, neue Probleme, Albträume, Psychosen etc. Der Mann trinkt weiter, flieht über Ungarn/Österreich in die BRD, sie folgt über die Deutsche Botschaft in Prag, beide nehmen ihre Probleme mit. Von ihrer Trennung berichtet sie, von neuen Männern und gescheiterten Beziehungen, Überforderung und Ausbeutung an diversen Arbeitsplätzen, insgesamt zwölf Psychiatrieaufenthalten und Psychosen bis 2012, über deren Inhalte die Autorin Aufzeichnungen angefertigt hatte. Sie berichtet von einem Suizidversuch, um sich zu opfern und die Welt zu retten, sowie von diversen "Neben"-Wirkungen und dann auch noch einem Schlaganfall. Durch eine Fügung, so schreibt sie, stößt sie auf Dorothea Bucks Buch "Auf der Spur des Morgensterns". Sie stellt sich die Frage, warum es immer so weit kommen musste, dass ihre Beziehungen mit Psychosen enden und warum es ihr nicht auch gelingen sollte, psychosefrei zu leben. Im Oktober 2005, es war ihre neunte Psychose, sagten ihr die Psychologin und der Stationsarzt, denen sie Aufzeichnungen aus ihrem angefangenen Buch zu lesen gegeben hatte, sie sollte es doch zu Ende schreiben. Das hat sie nun geschafft, Gratulation! Sie versteht es als Befreiungsschlag und Versuch, zum Verstehen von Psychosen beizutragen. In der Einschätzung von ihren Psychosen schwankt sie bis zuletzt: mal sieht sie sie als verzweifelte Versuche des Gehirns oder der Seele, Unerträgliches zu bewältigen, mal als etwas, das man in der akuten Phase mit Psychopharmaka schnell wieder neutralisieren sollte. Gut, dass sie sich nicht festgelegt hat, sollte doch diese Entscheidung jeder für sich selbst treffen – sofern Psychiater nicht mit gewaltsamer Verabreichung von Neuroleptika und Elektroschocks dazwischenhauen und eine Auseinandersetzung mit dem Sinn von Verrücktheitszuständen zunichte machen. (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)