Michel Onfray
Anti Freud – Die Psychoanalyse wird entzaubert

CoverTaschenbuch, 540 Seiten, 11,8 x 18,7 cm, ISBN 978-3-442-74522-7. München: btb Verlag 2013. € 12.99 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorboder Bestellung mit Formular
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Streitschrift gegen Sigmund Freud und seine Psychoanalyse – Freudismus als schamanisches Vermächtnis eines reaktionären Frauenhassers und postmodernen Hexenmeisters aus Wien. Aus dem Französischen von Stephanie Singh. Französische Originalausgabe 2010, deutsche Erstausgabe 2011

Original-Verlagsinfo

Eine Brandschrift gegen Freud. Verdrängung, Sublimierung der Triebe, Ödipuskomplex, der ganze Freud: von Wissenschaft keine Rede. Die Psychoanalyse: wahr und gültig nur für eine einzige Person – Sigmund Freud selbst. Michel Onfray, der große Radikale unter den Denkern der Gegenwart, sieht Freud als Schamanen und Stifter einer mächtigen Religion und entlarvt dessen Vermächtnis als »großartiges Märchen« und kollektive Wahnvorstellung, der alle erliegen.

Freuds Doktrin vom Unbewussten und von den körperlichen Bedürfnissen (vulgo: den Trieben) hat eine ganze Zivilisation verführt. Kein gesellschaftliches Thema kann ohne Psychologisierung auskommen, nur zu gern bietet sich die Psychoanalyse als »wissenschaftliche« Erklärung an. Doch weder dachte Freud wissenschaftlich, noch heilte er, noch befreite er die Sexualität, so der französische Philosoph Michel Onfray. In einer furios geschriebenen »Gegenbiographie«, die in Frankreich einen Skandal auslöste und zum Nr.-1-Bestseller wurde, entzaubert Onfray die Psychoanalyse als das autobiographische Abenteuer eines einzelnen Mannes, der seine Bedürfnisse zur wissenschaftlichen Grundlage machte. Er demontiert den Freudismus als schamanisches Vermächtnis eines reaktionären Frauenhassers und postmodernen Hexenmeisters aus Wien.

Über den Autor

Michel Onfray, geboren 1959 im französischen Argentan, promovierter Philosoph, hat nach zwanzig Jahren seine Stelle als Philosophielehrer an einem technischen Gymnasium aufgegeben und 2002 die »Université Populaire«, die philosophische Volkshochschule, in Caen gegründet, zu der jedermann Zutritt hat. Jährlich besuchen tausende Zuhörer seine Vorlesungen. Er verfaßte zahlreiche Bücher, unter anderem über die Theorie des Hedonismus, die in zehn Sprachen übersetzt wurden. In seinem Werk »Traité d'athéologie« (deutscher Titel:»Wir brauchen keinen Gott – Warum man jetzt Atheist sein muß«) setzt sich Onfray für einen offensiven Atheismus ein.

Stimme zum Buch

Nach Jeffrey Massons grundlegenden Buch "Was hat man dir, du armes Kind getan" liegt mit "Anti-Freud" eine Folge-Abrechnung mit Sigmund Freud vor, diesmal geschrieben von dem ehemals glühenden Freudianer Michel Onfray. Weder habe Freud das Unbewusste alleine entdeckt, noch stellten Fehlleistungen und Träume den Königsweg zum Unbewussten her, noch sei die Psychoanalyse eine wissenschaftliche oder emanzipatorische Disziplin, die Aussagen über Dritte jenseits ihres Erfinders zulasse, noch ermögliche die Couch die Heilung von Psychopathologien, noch führe das Bewusstmachen einer Verdrängung mechanisch zum Verschwinden von Symptomen, noch gebe es einen universellen Ödipuskomplex, noch seinen Klienten, die Widerstand gegen ihre Psychoanalyse leisten, deshalb neurotisch. Freud habe gelogen, kaschiert, an seiner eigenen Legende gearbeitet, lediglich aus den Defiziten seiner eigenen Person das Brimborium Psychoanalyse als vermeintlich wissenschaftliche Methode entwickelt. Auf über 500 gut lesbaren Seiten und durch Quellen belegt zeigt Onfray den Freudismus als schamanisches Vermächtnis eines reaktionären Frauenhassers und postmodernen Hexenmeisters aus Wien. (Peter Lehmann, FAPI-Nachrichten)