Gerhard Heik Portele / Kirsten Roessler
Macht und Psychotherapie – Ein Dialog

CoverGebunden, 203 Seiten, 12,5 x 19 cm, ISBN 978-3-926176-63-9. Köln: Edition Humanistische Psychologie 1994. € 18.– / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorb oder Bestellung mit Formular

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Will und kann Psychotherapie die ihr inhärenten Machtstrukturen und vor allem die Herrschaft über sich selbst (»Selbstbeherrschung«) aufheben?

Original-Verlagsinfo

»Macht ist eine Metapher!« · »Macht liegt in den Strukturen!« · »Es gibt eine machtfreie Therapie!« · »Nein, Therapie gehört zum Machtdiskurs!«

Die beiden Verfasser sind sich nicht einig. Kirsten Roessler vertritt in Anlehnung an Foucault die These, dass Macht strukturell und auch im therapeutischen Diskurs vorhanden ist. Macht wirke als Normierungs- und Normalisierungsdispositiv produktiv und subjekterzeugend. Gerhard (Heik) Portele vertritt die These, dass die Gestalttherapie als eine Selbstorganisationstheorie und damit Autonomietheorie mit einem anarchistischen Anspruch auftritt, der diese strukturelle Macht und Herrschaft und vor allem die Herrschaft über sich selbst (»Selbstbeherrschung«) aufheben will. Er geht von Batesons Hinweis aus, dass Macht eine »Metapher« sei, und von der These Maturanas, dass Gehorsam Macht gewährt.

Heik Portele und Kirsten Roessler entwickeln zunächst ihre unterschiedlichen Sichtweisen der Macht und der Psychotherapie und treten im zweiten Teil des Buches in Form eines Briefwechsels in Dialog miteinander.

»Kirsten Roessler und Gerhard Heik Portele ist ein emanzipatorisch anregendes Buch gelungen. TherapeutInnen und alle, die sich mit ihrer eigenen oder mit fremder Macht auseinandersetzen wollen – selbst wenn diese Macht sich ihnen als Ohn-Macht zeigt – werden es mit Gewinn lesen.«

Rolf Merten, Münchener Gestalttage

Die Autoren

Gerhard Heik Portele ist Professor an der Universität Hamburg, Gestalttherapeut und Ausbilder in Gestalttherapie; Mitbegründer der Zeitschrift »GESTALTTHERAPIE«; zahlreiche Veröffentlichungen zur Psychologie, Psychotherapie und Gestalttherapie; unter anderem »Der Mensch ist kein Wägelchen. Gestaltpsychologie – Gestalttherapie – Selbstorganisation – Konstruktivismus«, 1992.

Kirsten Roessler ist Diplom-Psychologin und lebt in Dänemark. Auf dem Hintergrund einer Gestaltausbildung schreibt sie an ihrer Dissertation über Gestalttherapie und Geschichte, in der es um das Thematisieren bzw. das Verschweigen des Nationalsozialismus in der Therapie geht.