Sibylle Prins (Hg.)
Vom Glück – Wege aus psychischen Krisen

CoverKartoniert, 156 Seiten, 13 x 19,5 cm, ISBN 978-3-86739-142-9. Bonn: Balance Buch und Medien Verlag, Neuausgabe 2014 (Nachdruck der 2. Auflage von 2005). € 17.95 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorb oder Bestellung mit Formular
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Berichte von 26 Menschen, die schwere Lebenskrisen bewältigt und die teils mit Psychotherapie, therapeutischen Wohngemeinschaften und Selbsthilfe, teils sogar durch psychiatrische Behandlung den Weg zurück in ein erfülltes Leben gefunden haben. Nachwort von Dorothea Buck. Original 2003

Original-Verlagsinfo

Der Traum Vom Glück – ihn träumen Menschen in psychischen Krisensituationen wohl auf besondere Weise, die einen mit starkem, die anderen vielleicht ganz ohne Glauben an die Erfüllung ihres persönlichen Traums. Sie suchen zuerst einmal nach einen Weg, weitere Klinikaufenthalt zu vermeiden. Authentisch und jeweils ganz persönlich lassen uns die Autorinnen und Autoren an ihrer Geschichte teilhaben und geben uns Einblick in die Entwicklung heraus aus der Krise hin zu etwas, das sie vielleicht Glück nennen würden. Dabei bietet niemand Patentrezepte oder Allheilmittel an oder versucht, uns von diesem oder jenem Weg zu überzeugen: Der eine sucht nach Struktur in seinem Leben, treibt Sport oder findet Halt bei einer festen Arbeitsstelle, die andere nimmt Medikamente, macht eine Psychotherapie, wird Künstlerin oder engagiert sich in der Selbsthilfe. Fast immer lesen wir von stützenden sozialen und familiären Strukturen, manchmal auch von religiösen Erfahrungen. Jede Geschichte ist eine Welt für sich und schildert doch nur einen der vielen Wege aus der Krise – wo aus unglücklichen Umständen glückliche geworden sind. (Trudi N.)

Über die Herausgeberin

Jahrgang 1959, ehemals Sonderschullehrerin, später nach kaufmännischer Umschulung lange als Verwaltungsangestellte tätig, ist heute in der Selbsthilfe aktiv und hat sich bereits mit diversen Beiträgen in Fachbüchern und -zeitschriften zu Wort gemeldet.

Weitere Bücher von Sibylle Prins und mit Beiträgen von ihr im Antipsychiatrieversand:  Trialog praktisch. Psychiatrie-Erfahrene, Angehörige und Professionelle gemeinsam auf dem Weg zur demokratischen Psychiatrie   ·   Brückenschlag 21   ·   Brückenschlag 25    ·   Recovery in der Praxis – Voraussetzungen, Interventionen, Projekte    ·   Der Sinn meiner Psychose – Zwanzig Frauen und Männer berichten   ·    EX-IN Kulturlandschaften – 12 Gespräche zur Frage: Wie gelingt Inklusion?

Leseprobe

»Ich entschied mich für mich und mein Leben, ich übernahm die volle Verantwortung für mich und meine Krise, die ich bewusst und aus Ehrfurcht vor meiner inneren Stimme nicht als Krankheit oder gar als Schicksal bezeichne. Vielmehr war der wichtigste Entschluss, der meine Reifung und Weiterentwicklung zur Folge hatte – und ich rede bewusst nicht von Gesundung oder Heilung –, meine "Krankheit" als Lebenskrise und mein "Schicksal" als Chance zu begreifen.

Ich habe viel Zeit gebraucht, um diese Chance zu sehen und wenn man in eine solche Krise gerät, sollte man diese Zeit auch für sich beanspruchen. Das Leben und die Zeit erhalten ohnehin eine neue Dimension.« Helmut Scharf

Stimmen zum Buch

Anne Katrin Bläser in Soziale Psychiatrie: "Das Buch ist eine bereichernde Lektüre – nicht nur für Psychiatrie-Erfahrene, denn schließlich kennt fast jeder Mensch Krisen in seinem Leben; es macht Mut, nach dem eigenen Weg zu suchen und fördert die Sensibilität dafür, dass in Wahrheit nichts im Leben selbstverständlich ist."

Gunther Kruse in Sozialpsychiatrische Informationen: "Sybille Prins als Herausgeberin ist zumindest bei mir das gelungen, was sie im Vorwort (letzter Satz) als ihre Absicht bekundigt hat: Sie hat neugierig darauf gemacht, wie es Leuten gehen kann, wie andere es geschafft haben, wie möglicherweise neue Ideen zu entwickeln sind, eigene Erfahrungen und Lebenssituationen anders bewertet werden können und im Übrigen auch ganz anders aussehen könnten, als bei den Berichterstattungen der Autoren in diesem Buch. Wenn ihr dies sogar bei einem Rezensenten gelungen ist, der den Psychose-Süßholz-Raspeleien üblicherweise abgeneigt gegenübersteht, so wird dies bei weniger hartgesottenen Psychiatern, denen dies Buch ans Herz gelegt sein soll, erfolgreich sein, vielmehr natürlich noch bei der Vielzahl der Betroffenen, die zudem, welch ein Glück für den Verlag, ein numerisch größerer Kundenkreis sein dürfte."