Erich Schützendorf / Helmut Wallrafen-Dreisow
In Ruhe verrückt werden dürfen – Für ein anderes Denken in der Altenpflege

Cover Kartoniert, 107 Seiten, 12,5 x 19 cm, ISBN 978-3-596-10516-8. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 16. Auflage 2012. € 7.99 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorboder Bestellung mit Formular

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Plädoyer für ein Umdenken in der Altenpflege: Selbstständigkeit aktivieren und Eigenheiten respektieren! Originalausgabe 1991

Original-Verlagsinfo

»In Ruhe ver-rückt werden dürfen« – das wünschen sich viele alte Menschen, deren größte Angst es ist, im Alter zunehmend den Verstand zu verlieren. Schätzungen gehen davon aus, dass dies bei über 20 Prozent der über 80jährigen der Fall sein wird, und die zunehmende Zahl von geistig verwirrten Menschen in Alten- und Pflegeheimen sprechen für diese Annahme. Die Autoren plädieren daher für ein Umdenken in der Altenpflege, ausgehend von der Situation in Altenheimen.

Im fiktiven ›Tagebuch des Josef Weiers‹ wird beschrieben, welche Probleme mit einer Übersiedlung ins Altenheim verbunden sind und wie der Alltag dort aussieht. Als geistig reger Mensch und aufmerksamer Beobachter schildert Josef Weiers seine Erfahrungen mit der Heimleitung, dem Pflegepersonal und den anderen Bewohnern. Was in seinem fiktiven Bericht schon angesprochen wird, machen die realen Protokolle aus dem Pflegealltag noch deutlicher: Durch zu wenig Personal wird nur mangelhafte Betreuung geleistet, Pflegebedürftige, besonders verwirrte Menschen werden vernachlässigt. Aber nur mit mehr Personal und besserer Bezahlung der Pflegekräfte ist es nach Ansicht der Autoren nicht getan. Es gilt vor allem, die Selbständigkeit der alten Menschen zu aktivieren und ihre Eigenheiten zu respektieren, auch wenn sie aus der Sicht des Pflegepersonals ver-rückt erscheinen.

Über die Autoren

Erich Schützendorf‚ geboren 1949, Diplom-Pädagoge, seit 1976 Leiter des Fachbereichs »Fragen des Alterwerdens« an der Volkshochschule des Kreises Viersen, Lehrbeauftragter der Altenbildung/Altenarbeit an der Fachhochschule Niederrhein Fachbereich Sozialwesen, nebenberuflicher Lehrer an Fachseminaren für Altenpfleger. Veröffentlichungen u. a.: Volkshochschularbeit mit Großmüttern; Mit Alten über Alter reden; Anders altern sowie mehrere Beiträge zur Altenbildung in der Volkshochschule und zur (ger-)agogischen Arbeit in Alten- und Pflegeheimen.

Helmut Wallrafen-Dreisow, geboren 1956, staatlich anerkannter Altenpfleger, Gründungsmitglied der »Freien Alten- und Nachbarschaftshilfe Aachen e.V.«, mehrjährige Mitarbeit in deren Sozialstation und Tagespflegehaus, stellvertretender Leiter am Fachseminar für Altenpflege des Kreises Aachen, stellvertretender Leiter des Pflegereferats bei der Senatsverwaltung Berlin, seit 1990 Leiter des Amtes für Altenhilfe der Stadt Mönchengladbach und seit 1994 zusätzlich 1. Betriebsleiter der Altenheime der Stadt Mönchengladbach.

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