Ute Karen Seggelke
Wir haben viel erlebt! Jahrhundertfrauen erzählen aus ihrem Leben

CoverKartoniert, 160 Seiten, zahlreiche und zum Teil farbige Abbildungen, 14 x 21 cm, ISBN 978-3-458-35924-1. Frankfurt am Main: Insel Verlag, 4. Auflage 2016. € 12.95 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorb oder Bestellung mit Formular


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Ausgesprochen schön gestalteter Bild- und Textband, in dem zwanzig Frauen über achtzig – ob Schauspielerin, Äbtissin, Gärtnerin, Zirkusartistin oder Psychoanalytikerin – aus ihrem Leben erzählen. Kraft und Schönheit ausstrahlende Zeitzeuginnen wie Dorothea Buck, Annemarie Renger, Margarete Mitscherlich, Gisela May oder Marie Marcks, die drei Viertel des 20. Jahrhunderts erlebt und nicht selten mitgeprägt haben, erzählen über Beruf, Männer, Familie, Sexualität und Bestimmung. Lebens- und Überlebensgeschichten, die Mut machen. Originalausgabe 2007, Taschenbuch-Neuausgabe 2013

Original-Verlagsinfo

»Im Alter entdeckt man den roten Faden in seinem Leben.« Edeltraud Forster

Es gibt Lebensläufe, die Mut machen, vor allem, wenn sie uns vor Augen führen, dass man auch im Alter noch Leidenschaften haben kann und sie leben darf. Frauen über 80, die selbstbestimmt und zufrieden alt geworden sind, erzählen in »Wir haben viel erlebt!« aus ihrem ungewöhnlichen Leben, das für die Jüngste 1926 und für die Älteste 1903 begann. Bei allen Unterschieden eint diese »Jahrhundertfrauen« nicht nur die Erfahrung von Schreckensherrschaft und Zerstörung, sondern der große Wille, den eigenen Weg in einer Zeit zu finden, in der wenig Platz für Mädchenträume und Frauenwünsche blieb. Ob es die Bildhauerin, Gärtnerin, Schauspielerin, Politikerin, Taiji-Meisterin, Pianistin, Übersetzerin, Restauratorin, Karikaturistin, Dramaturgin, Sozialarbeiterin, Psychoanalytikerin oder Äbtissin ist – mit Respekt und Bewunderung liest man ihre Geschichten. Und dabei spielt es keine Rolle, dass manche von ihnen eine öffentliche Karriere gemacht haben wie Annemarie Renger, Doris Schade, Margarete Mitscherlich oder Marie Marcks, und andere wiederum gänzlich unbekannt sind. Der Hamburger Fotografin Ute Karen Seggelke sind Bild- und Textporträts gelungen, in denen sich die Persönlichkeit dieser besonderen Frauen auf das Eindrücklichste widerspiegelt.

Über die Autorin

Ute Karen Seggelke, geb. 1940, war nach ihrer Ausbildung zur Fotografin Mitarbeiterin der Theaterfotografin Rosemarie Clausen und des Architekturfotografen Heinrich Heidersberger. Sie war zwölf Jahre an der Hochschule für bildende Künste in Braunschweig als Dozentin tätig. Danach Weiterbildung zur Fotografenmeisterin. Sie arbeitet und lebt als freie Fotografin mit den Schwerpunkten Menschendarstellung, Kulturreportage und Architekturfotografie in Hamburg.

Inhalt: Die Jahrhundertfrauen sind

Gerda Bartelt / Dorothea Buck / Else Davidsohn / Johanna Fischer / Edeltraud Forster / Swetlana Geier / Karin Hertz / Charlotte Janka / Anita Kästner / Edith Kraus / Marie Marcks / Margarete Mitscherlich / Susanne von Paczensky / Christa Proksch / Christine Razum / Lenka Reinerová / Annemarie Renger / Doris Schade / Lilly Vogel / Lucia Westerguard

Rezension zur gebundenen Ausgabe von 2007

"Ein sehr schön gestalteter Bild- und Textband, in dem zwanzig Frauen über achtzig aus ihrem Leben erzählen. Beeindruckend ist, welche Kraft und Schönheit diese Frauen – ob Schauspielerin, Äbtissin, Gärtnerin, Zirkusartistin oder Psychoanalytikerin – ausstrahlen. Sei es die Summe aus Wachheit, Schalk und Herzlichkeit bei Dorothea Buck, Lucia Westerguard, die mit über neunzig Jahren hofft, bald ein bisschen kräftiger zu sein, um wieder auf der Straße Saxophon zu spielen, oder Swetlana Geier, Übersetzerin, in ihrer Küche, die sagt, wenn sie nicht mehr da ist, tut ihr das Haus leid, "denn es ist ja so viel mehr als nur ein Gehäuse". Eine spannende Vergegenwärtigung des letzten Jahrhunderts in Lebensgeschichten und Bildern. Auffällig häufig haben diese Frauen schon früh Städte und Länder gewechselt, sind kreativ tätig, betonen die Bedeutung von Familie und von Natur und würden – alles in allem – es noch einmal so machen. Man kriegt Lust, alt zu werden." (Kerstin Kempker, FAPI-Nachrichten)