Matthias Wenke
ADHS – Diagnose statt Verständnis? Wie eine Krankheit gemacht wird – Eine phänomenologische Kritik

CoverKartoniert, 149 Seiten, 14,5 x 20,7 cm, ISBN 978-3-86099-340-8. Frankfurt am Main: Brandes & Apsel Verlag 2006. € 14.90 / Preis in sFr / sofort lieferbar In den Warenkorb oder Bestellung mit Formular
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Prinzipielle Analyse der Wurzeln der inflationären Diagnose und der vielen Widersprüche und Implikate der gängigen Ansichten zum ADHS-Diskurs und der wachsenden Zahl von Diagnosen, Verordnungen, Schulverweisen, Förderprogrammen, Statistiken und Forschungsergebnissen. Originalausgabe

Original-Verlagsinfo

Das Buch ist sowohl eine kritische Analyse des ADHS-Diskurses als auch ein Grundlagentext. Wenke füllt damit eine theoretische Lücke, indem er die Leibphänomenologie als Basis einer existentiellen Psychologie erschließt, z. B. für die Heilpädagogik oder die Psychoanalyse.

ADHS stellt sich immer mehr auch als Kulturprodukt und Instrument zur Biologisierung und Individualisierung der Folgen gesellschaftlichen Wandels heraus. Die quasipsychiatrische Diagnose dient den beteiligten Eltern, Ärzten und Lehrern dazu, bedrohliches Verhalten der Kinder seelisch von sich fernzuhalten und den Anschein der wissenschaftlichen Beherrschbarkeit zu erzeugen: Man hat lieber kranke als unglückliche Kinder.

Der theoretische Teil des Buches kritisiert im Sinne der Phänomenologie fundamental die verbreitete Weltanschauung einer sogenannten "Evolutionären Erkenntnistheorie", identifiziert deren Schwachstellen sowie die Gefahren des Biologismus und zeigt, dass dieser prinzipiell antidialogisch und antipädagogisch ist.

Der Autor

Matthias Wenke, geboren 1965 in Münster/Westfalen. Studium der Chemie, Sozialwissenschaften, Erziehungswissenschaft, Psychologie und Philosophie in Münster, Marburg, Köln und Hagen. B.A. und M.A. Interessiert an den gemeinsamen Wurzeln von Phänomenologie, Psychoanalyse, indischer und buddhistischer Philosophie.