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Martin Zinkler / Candelaria Mahlke / Rolf Marschner (Hg.)
Selbstbestimmung und Solidarität. Unterstützte Entscheidungsfindung in der psychiatrischen Praxis

CoverKartoniert, 240 Seiten, 16,5 x 24 cm, ISBN 978-3-88414-919-5. Köln: Psychiatrieverlag 2019. € 30.– / Preis in sFr / lieferbar ab Ende September 2019 Vormerkbutton


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Buch für Psychiatriebetroffene, Angehörige, Ärzte, Betreuer, Juristen und andere Beteiligte über theoretische Grundlagen unterstützter Entscheidungsfindung, mit Argumentationshilfen, praktischen Hinweisen für den Unterstützungsalltag und therapeutischen Empfehlungen für psychiatrische Konflikte. Mit dem Artikel »Das Recht auf ein Nein begünstigen – Unterstützte Entscheidungsfindung bei der Zustimmung oder Ablehnung von Psychopharmaka und Elektroschocks« von Peter Lehmann. Originalausgabe

Original-Verlagsinfo

Bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen sind viele Entscheidungen zu treffen. Mit der Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention sollen Ärzt*innen, Pflegekräfte, Betreuer*innen und Angehörige jedoch nicht mehr stellvertretend für Patient*innen oder Betreute entscheiden, sondern bei anstehenden Entscheidungen unterstützen, je nach Ausmaß der Behinderung und nach Komplexität der Entscheidung.

Dieses Buch lotet die Möglichkeiten unterstützter Entscheidungsfindung in der psychiatrischen Praxis aus. Weitere Kapitel widmen sich spezifischen Herausforderungen bei bestimmten psychischen Störungen und bestimmten Themen sowie den besonderen Anforderungen in der rechtlichen Betreuung. Alle Akteure im psychiatrischen Hilfesystem – Psychiatrieerfahrene, Angehörige, Ärzte, Betreuer Sozialpädagoginnen, Psychologen, Krankenpflegekräfte, Ergotherapeuten, Richterinnen und Rechtsanwälte – finden darin

  • theoretische Grundlagen,

  • Argumentationshilfen in Betreuungsverfahren,

  • praktische Hinweise für den Unterstützungsalltag und

  • therapeutische Empfehlungen für kritische klinische Situationen.

Einige psychische Störungen, die mit spezifischen Herausforderungen in Therapie und Begleitung einhergehen, werden näher betrachtet: Wie kann unterstützte Entscheidungsfindung gelingen bei Menschen mit demenziellen Störungen, kommunikativen Einschränkungen, geistigen Behinderungen oder Autismus, Depressionen, Psychosen.

Weitere Bücher von Rolf Marschner und mit Beiträgen von ihm im Antipsychiatrieversand: Psychisch kranke Menschen im Recht · Freiheitsentziehung und Unterbringung · Prävention von Zwangsmaßnahmen – Menschenrechte und therapeutische Kulturen in der Psychiatrie

Weitere Bücher von Martin Zinkler im Antipsychiatrieversand: Prävention von Zwangsmaßnahmen – Menschenrechte und therapeutische Kulturen in der Psychiatrie

Über die Herausgeberin und die Herausgeber

Martin Zinkler (Foto links, zusammen mit Peter Lehmann) ist Psychiater und Chefarzt an der Klinik für Psychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im Klinikum Heidenheim, außerdem Redaktionsmitglied der Zeitschrift Recht & Psychiatrie. 2013 machte er nach den BGH-Beschlüssen zur Zwangsbehandlung durch einen offenen Brief an die damalige Justizministerin Leutheuser-Schnarrenberg von sich reden.

Candelaria Mahlke, Diplom-Psychologin an der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf

Rolf Marschner, Dr., geb. 1954, Jurist und Sozialpädagoge, arbeitet in München als Rechtsanwalt und Fachanwalt für Sozialrecht mit den Schwerpunkten Behindertenrecht und Rechtsfragen der Psychiatrie. Lehrbeauftragter an der FH München, Mitherausgeber der Zeitschrift Recht und Psychiatrie und Autor zahlreicher Publikationen zum Betreuungs- und Unterbringungsrecht.

Rezension

folgt