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Maercker, Andreas / Jens Gieseke (Hg.)
Psychologie als Instrument der SED-Diktatur. Theorien – Praktiken – Akteure – Opfer

CoverKartoniert, 264 Seiten, 15,5 x 22,5 cm, ISBN 978-3-456-86072-5. Göttingen: Hogrefe Verlag 2021. € 36.95 / Preis in sFr / lieferbar nach Vorkasse innerhalb von 3 Tagen In den Warenkorb  [oder Bestellung mit Formular – Best.Nr. 988]
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Ergebnisse der Historischen Kommission der DGPs, die den Missbrauch der Psychologie im Rahmen der "operativen Psychologie" der Staatssicherheit der DDR aufgearbeitet hat. Originalausgabe

Original-Verlagsinfo

Ergebnisse der Historischen Kommission der DGPs, die den Missbrauch der Psychologie im Rahmen der "operativen Psychologie" der Staatssicherheit der DDR aufgearbeitet hat. Bis in die Gegenwart machen PsychologInnen Schlagzeilen, die an staatlichem Unrecht beteiligt sind, wie zuletzt in den USA, wo sie den Einsatz von Folter gegen Terrorverdächtige mit ihrer Expertise begleiteten.

Im Fokus dieses Bandes steht die Psychologie in der DDR. Die unter sowjetischer Hegemonie nach 1945 entstandene SED-Diktatur hat viele Menschen verfolgt und ihre Lebenswege beeinträchtigt. Ein wichtiges Kapitel ist dabei die Nutzung psychologischen Wissens durch das Ministerium für Staatssicherheit. Es stellte sich auch die Frage, auf welche Weise und in welchem Maße sich PsychologInnen an den Unterdrückungs- und Gewaltmaßnahmen in der DDR beteiligt haben. Und welche Querverbindungen gab es zwischen akademischer Psychologie und der DDR-Geheimpolizei? Die Deutsche Gesellschaft für Psychologie (DGPs) hat 2017 die Historische Kommission "Instrumentalisierung der Psychologie in der DDR" eingerichtet. PsychologInnen und HistorikerInnen untersuchen unethische Praktiken der Psychologie in der DDR, in der Überwachungs- und Verfolgungspraxis der Stasi und darüber hinaus. Vorliegender Band fasst die aktuellen Forschungsergebnisse zusammen:

  • Wie wissenschaftlich war die Stasi-Psychologie?

  • In welchem zeithistorischen Kontext entspann sich die Verbindung zwischen Geheimpolizei und Psychologie?

  • Wie stand es um die Autonomie der universitären Psychologie unter Marxismus-Leninismus?

Das vorliegende Buch stellt ganz zentral die Frage, was sich aus der Beteiligung von PsychologInnen an inhumanen und unethischen Berufspraktiken für die heutige Zeit lernen lässt.

Über die Herausgeber

Andreas Maercker, Prof. Dr. Dr., Zürich

Jens Gieseke, Dr., Potsdam